Ist Gott eine Frau?
Der Schweizer Schriftsteller und Pfarrer Kurt Marti veröffentlichte im Jahr 1980 ein Gedicht, das mit den Worten begann:
„unser vater
der du bist die mutter
die du bist der sohn..."
"Warum so kompliziert?", fragte man sich. Was sollen diese revolutionären Umdeutungen der Bibel? Muss Gott denn unbedingt ein Mann sein, der als Frau zugleich ihr eigener Sohn ist?
Das Anliegen des Dichters war allerdings weniger zweifelhaft als sein Gedicht. Denn Anstoß zu diesen Zeilen war die Erkenntnis, dass die fast ausschließlich männlichen Gottesvorstellungen in unserer Kultur nicht der Weisheit letzter Schluss sein können.
Dass Gott in Gebeten unweigerlich als „Er" angesprochen, dass unsere Köpfe voll sind mit männlichen Rollenbeschreibungen und Kompetenzen, das forderte ihn heraus. Im Alten und teilweise im Neuen Testament der Bibel erscheint Gott als allmächtiger Vater, Herr der Heerscharen, als König, Richter, Krieger und Hirt, als Herr aller Mächte und Gewalten.
Und die volkstümlichen Traditionen setzen noch eins drauf: Sie verpassen Gott einen langen, weißen Bart.
Dass Gott männliche Eigenschaften zugeschrieben werden, lässt sich historisch erklären: Es waren überwiegend Männer, die ihre religiösen Erfahrungen und Geschichten in der Bibel verewigten.
Einerseits spiegeln sich darin die männlich dominierten sozialen Verhältnisse ihrer Zeit, andererseits die Bestrebungen der jüdischen Religion, sich gegen die heidnischen Fruchtbarkeitskulte Kanaans, also gegen weibliche Religionen, abzugrenzen.
Keine zu konkreten Vorstellungen
Den Juden war es immer wichtig, allzu konkrete Vorstellungen von Gott zu unterbinden. Das gilt erst recht für sexuelle Festlegungen. Liest man die Bibel genau, so fällt zum Beispiel auf: Schon ganz am Anfang erscheint Gott zwar als Schöpfer der Sexualität, er selbst ist jedoch weder ein Er noch eine Sie.
Unmissverständlich ist auch das biblische Bilderverbot (5. Buch Mose 4, 15 f.): „So hütet euch nun wohl..., dass ihr euch nicht versündigt und euch irgendein Bildnis (von Gott) macht, das gleich sei einem Mann oder einer Frau."
Doch warum wurde dieser Gott mit so vielen konkreten Vorstellungen befrachtet? Es hängt damit zusammen, dass man ohne konkrete Vorstellungen weder über Gott noch mit ihm sprechen, also beten kann.
Konkrete Vorstellungen von Gott sind dabei Hilfskonstruktionen, sie können aber nie erschöpfend Auskunft über ihn geben. Der Gott der Bibel ist immer unvollständig und immer anders, als die Menschen erwarten. Das hat auch etwas Gutes: So gewinnen sie die Freiheit, sich auf die Suche nach neuen Gotteserfahrungen zu machen.
Bunte, vielfältige Vorstellungen über Gott sollen sein, solange man sie nicht überinterpretiert. Wie sonst könnte man eine Passage aus dem Buch Hosea verstehen, in der Gott über zwei zerstrittene Völker mitteilt: „Ich bin für Ephraim wie eine Motte und für das Haus Juda wie eine Made" (Hosea 5, 12).
Oder kurz darauf: „Ich bin für Ephraim wie ein Löwe und für das Haus Juda wie ein junger Löwe. Ich zerreiße sie und gehe davon; ich schleppe sie weg, und niemand kann sie retten." Dies sind kraftvolle sprachliche Bilder, mehr nicht.
Weibliche Assoziationen
Genau in diesem Sinn darf man Gott als Frau verstehen. Es ist sogar wünschenswert, den weiblichen Zügen Gottes mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Weibliche Assoziationen gibt es auch in der Bibel genügend: Wie eine Bärenmutter wendet sich Gott zornig gegen alle, die ihren Jungen Böses antun wollen (Hosea 13, 8).
Oder der auferstandene Jesus Christus wird mit einer stillenden Mutter verglichen. Gott schreit wie eine gebärende Frau (Jesaja 42, 14). Oder Gott ist wie eine Hebamme, die neuem Leben zum Durchbruch verhilft (Psalm 22, 10: „Du hast mich aus meiner Mutter Leib gezogen"). Grundsätzlich gilt jedoch auch hier: Eine rein weibliche Vorstellung von Gott wäre so falsch wie eine männliche.
Manche Theologinnen empfehlen Formulierungen, die geschlechtliche Festlegungen umgehen. Ihr Alternativbegriff „das Göttliche" ist jedoch blass und abstrakt. Auch die Anknüpfung an den hebräischen Begriff ruach (Geist, Atem) ist vergleichsweise abstrakt, wenn er auch grammatikalisch weiblich ist.
Gleiches gilt für den Begriff sophia (Weisheit). Beide Gottesbilder sind theologisch legitim. Sympathisch an der „Weisheit" ist zudem, dass sie ein ganzes Kaleidoskop an weiblichen Rollen einschließt: Sie ist Lehrerin, Predigerin, Gastgeberin und Mitschöpferin Gottes.
Eiserne Grundregel für das Sprechen über Gott sollte sein, keine Gleichungen aufzustellen, sondern allenfalls Vergleiche. Eine Definition der Art: „ Gott ist..." muss scheitern. Ist Gott eine Frau? Offensichtlich nicht. Aber es spricht vieles dafür, dass er wie eine Frau ist.
Eduard Kopp

Kommentare: 15
Damit ist alles gesagt; aber eins noch zur Nachdenklichkeit für Nichtchristen:
Gott ist ein mächtiger Geist, und die ihn anbeten wollen, müssen vom Geist der Wahrheit von NEUEM geboren sein.
Ich will den Herren droben, hier preisen auf der Erd', ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd.
Die Hauptfrage ist jedoch >> eligion für Einsteiger<<.
Bruder Kopp, wenn wir Sie einmal so nennen dürfen, denn wir nehmen doch an, dass Sie ein Bruder in Christo sind, wenn Sie bei christlichen Verlag arbeiten.
Sie fragen im letzten Absatz, "Ist Gott eine Frau ? Offensichtlich nicht. Aber es spricht vieles dafür, dass er wie eine Frau ist, sagen Sie.
Sie schließen also nahtlos an den schwachsinnigen Vers des schweizerischen Schriftstellers und Pfarrers Kurt Marti an.
Warum wir das sagen?
Lesen Sie unseren Kommentar vo 27.6.2007 an, der für sich spricht.
Aber, auch das ist nicht der Grund dieses Kommentars.
WAS SOLLEN "BABY-CHRISTEN" MIT SOLCHEN BEMERKUNGEN ANFANGEN?
Wie wollen Sie damit Menschen zum wahren Glauben führen?
Der Gott, der allein weise ist, den wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, kennen, sei gepriesen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Wie gut, dass wir jemanden haben, auf den wir uns verlassen können.
Halleluja!
Mag sein, dass dies so manchen Möchtegernmissionaren sauer aufstoßen wird, aber das ist mir so was von egal. Sagt ihr eure Wahrheit, ich sag meine.
Ist Eduard Kopp, ein Wasmannichtsagendarf?
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Wie so mancher Möchtegernmissionar auch. Gelle!!!!
Jesus sagt wir können den Herrn "Abba" also Vater nennen.
Folglich ist "Adonai" männlich.
WENN ihr betet .... unser Vater der du bist im Himmel
End of story.
Nein! Die drei Personen Gottes bringen alles zusammen: Perfekte Männlichkeit und perfekte Weiblichkeit!
So, wie sie sich Gott gedacht hat!
Und so ist er selbst auch beides:
1. Mose 1, 27:
"Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau"
Es ist völlig egal ob Gott männlich weiblich ein kind oda sonnst was ist wichtig ist nur das alle Menschen an einen Gott glauben sollten und nich Kriege und hass deswegen entsteht thx das ihr uech die zeit nehmt und das lest
Frieden auf Erden
also mir kommen die inhalte der bibel ziemlich klar rüber. ich bin langjährig von den ikonen der scene, werner gitt, scheffbuch... dank sermon online gelehrt worden, viele male auch über dinge, die ich ganz alleine, aus reinem interesse am wort, jahre zuvor schon selbsttätig herausgefunden hatte. ich saß da, und rechnete alle generationen zusammen, suchte nach hinweisen bezgl. daniel, kam auf 2021/23, usw..
mir gehen leute, die "babychrist" sagen auf die eier! es sind genau die spalter, die zuhause 100 bücher über engel haben und auch "channeln". geht nach afrika und "wiederbelebt" umnachtete, das wird euch der vater schon bald ganz hart bestrafen.
klares nachdenken über den vater ist nicht erwünscht bei diesen schwarmgeistern - nein, man muss die hände heben, die augen schließen, schwanken wie betrunken, wasser hexagonal machen.... genau das gegenteil von dem, was uns der geist lehrt!!! (ja, alle in einen topf, die kathis nennen diesen "hölle")
und der vater ist dennoch alles, also auch frau, wenn er lust dazu haben sollte, denn seine freizeitgestaltung erahnen wir niemals nur ansatzweise, und er hat auch rauschmittel hingestellt, reizbare zonen am körper installiert usw..
jesus musste für uns sterben, wir müssen uns an das gesetz halten, können es aber nicht, deswegen hat unsere große liebe uns ja auch freigekauft.
der ansatz für die fragestellung ist entscheidend: will mann eine frau sein, sehnt mann sich nach transidentität, ist sie wichtig für die gleichberechtigung, bzw. den korrekten umgang mit frauen?
das sind dinger, die man nicht mit spaltern besprechen sollte, denn ihren kaffe und ihren mercedes rechnen sie nicht, nur unsere fehler.
das aber ist jesus genauso undienlich, wie zu kiffen, kann natürlich auch anders herum sein, muss aber nicht.
schön, dass wir mal drüber gesprochen haben!
es steht ja auch, feiglinge mag er nicht und der eine ist veganer, der andere, also ich z. b., also die andere, ist alkonikoburgerophil, was jede/r mit dem vater allein zu besprechen hat.
männlich und weiblich, im übrigen, sind ganz stark von zwei killerdrogen abhängig. die eine hat millionen tote produziert, die andere macht zur nutte (gucksu wiki, bitte nicht vorher labern), was in den vielen verpiercten musikkellern zu sehen ist. ohne diese killerdroge sehen wir die welt ganz anders, frei von wollust. andererseits gehört es zu unseren liebsten steckenpferden, sex sales, und der vater ist erfinder dieses steuerungsmechanismusses. vielleicht sollte man mal überlegen, was alles wir mit dem heutigen wissen an unseren herrn abgeben sollen. aber bevor man sich die sandalen aus abfällen selber produziert, sollte man ganz klar einfach lieben und danken!!! wenn der herr will, dann schafft er in uns das wollen, dann baut man einfach eine spardusche, ein ökozelt...
und meine seite ist z. zt. diese: hoffentlich darf ich meinem besitzer im ewigen leben als frau dienen!!! ich liebe diese killerdroge von novo :) (bild dir deine killermeinung!)
ich liebe den herrn über alles!!!
MfG