Brauchen Kinder Gott?
Kinder erleben die Welt als bergend, geheimnisvoll und bedrohlich. Für sie ist die Welt belebter als für Erwachsene. Marionetten erscheinen ihnen wie Kobolde. Ein maskierter Mensch ist ihnen unheimlich, auch wenn sie wissen, wer hinter der Maske steckt. Kinder sind von ihren Beschützern abhängig. Der Zorn der eigenen Eltern kann existenzbedrohend wirken.
In dieser intensiven Erlebniswelt spielt Religion eine wichtige Rolle. Einfache Religiosität entsteht bei Kindern sogar ganz von selbst. Kinder legen sich Erklärungen zurecht, die ihnen - wie religiöse Mythen - die Orientierung in dieser geheimnisvollen Welt erleichtern.
Sie suchen Sicherheit in Ritualen. Aus Lob und Tadel erschließen sie Grundmuster für richtiges und falsches Verhalten, eine Art kindlicher Ethik.
Kinder nehmen auch Anregungen für ihre Religion aus der Erwachsenenwelt. Sie hören von Gott und stellen sich ihn als Riesen vor, der die Welt baut wie ein Handwerker ein Haus. Sie lernen: Gott ist größer als die Eltern.
Er kann Gute beschützen und Böse bestrafen. Für sie ist Gott so real wie alles andere auch. Oft kommen Kinder von selbst darauf, mit Gott zu sprechen. „Unser Kind betet", stellen Eltern, die selbst nie beten, erstaunt fest. Ihre Kinder sind Gott gegenüber unbefangen, sie brauchen Gott.
An Weihnachten lernen Kinder das Jesuskind kennen. Karfreitag ist es bereits erwachsen und hängt am Kreuz. „Warum hängt der da so komisch?", fragen Kinder.
Wenn sie hören, dass böse Menschen Jesus wehtun und ihn töten, fragen sie: „Warum sind die Menschen böse?" Oft kommen solche Fragen unerwartet und Eltern fühlen sich bei ihrer Beantwortung überfordert.
Schwierige, einfache Antworten
Je einfacher die Antwort, desto besser kann das Kind sie in sein Weltbild einfügen. „Was ist eine Kirche?" - Da spricht man mit Gott. - „Wer ist Gott?" - Gott hat die Welt, dich und mich gemacht. - „Warum ist Opa tot?" - Opa ist im Himmel bei Gott.
Vielen Erwachsenen bereiten solche Antworten Unbehagen. Manche kommen sich wie Betrüger vor, wenn sie so über Gott reden. Doch sie fänden es zu hart, dem Kind zu sagen, die Menschen hätten sich Gott nur ausgedacht, die Welt sei zufällig entstanden und von Opa bliebe nur der verwesende Körper im Grab.
Schließlich will sich das Kind in seiner Welt zurechtfinden. Es verlangt Orientierung, nicht Belehrung. Im Gespräch mit Kindern können Eltern ihr eigenes Weltbild überprüfen. Oft zeigt sich, dass sie selbst vieles nicht befriedigend erklären können. Kindern die Sache mit Gott zu erklären, kann Anlass sein, über den eigenen Glauben nachzudenken.
Kinder wollen nicht belogen werden. Sie merken, wenn ihre Eltern nicht hinter dem stehen, was sie sagen. Als Jugendliche fühlen sie sich hintergangen, wenn ihre Eltern nichts über den kindlichen Glauben hinaus bieten. In dem Fall sollte man lieber von vornherein seine Ratlosigkeit zugeben.
Religiöse Erziehung gelingt nur, wenn die Erwachsenen nicht auf ihrer Meinung beharren, sondern sich auf die kindliche Sicht einlassen. Missionarischer Eifer wirkt oft kontraproduktiv. Zwang in Sachen Religion bewirkt, dass Kinder den Glauben eher als Last denn als Hilfe erleben.
"Gott hat dich immer lieb"
Das wäre fatal, denn religiös erzogene Kinder haben viele Vorteile im Leben. Für ihr Selbstbewusstsein ist es wichtig, wenn sie sich von ihrem Schöpfer geliebt wissen. Kinder merken, dass die Zuwendung ihrer Eltern schwankt. Um das Kind von ihrer Sympathie unabhängig zu machen, können die Eltern in ihm den Glauben nähren: „Gott hat dich immer lieb."
Das Ritual eines Abendgebets kann dem Kind helfen, seine Selbstbeobachtungsgabe zu schärfen. Das Kind überlegt: „Was hat mich heute gefreut?", und dankt Gott dafür. Dann überlegt es: „Was hat mich geärgert oder traurig gemacht?", und bittet Gott, dass so ein Ärger nicht noch mal passiert und dass Gott es tröstet.
In der Zwiesprache mit Gott lernt das Kind, seine Gefühle wahrzunehmen, ihnen Ausdruck zu verleihen, Misserfolge und Kränkungen zu relativieren und seine Stimmung aufzuhellen. Auch eine kindgerechte Auseinandersetzung mit christlichen Werten ist möglich. Etwa wenn die Eltern auffordern, nicht zurückzuschlagen, wenn man gehauen wird.
Wenn sie empfehlen, Streit aus dem Weg zu gehen oder den Ausgleich zu suchen. Dafür muss das Kind sich in andere einfühlen können. Am besten geht das, wenn das Kind auch die eigenen Gefühle kennt.
Religiöse Erziehung entspricht nicht nur der kindlichen Weltsicht. Sie kann dem Kind auch zu einer positiven Lebenssicht verhelfen. Kinder brauchen Gott, nicht anders als Erwachsene.
Burkhard Weitz

Kommentare: 4
Kinder können garnicht früh genug etwas von Gott hören und somit auch Jesus kennenlernen.
Ansonsten schleppen sie die "Erblast" der Eltern und Großeltern mit sich rum, wenn diese nicht gläubig waren. Bei den christlichen Antworten, muss man natürlich bei der Wahrheit bleiben, die von der Hl. Schrift gedeckt sein soll.
Gott hat alle Kinder lieb; es sind doch Gottes Geschöpfe und können später, wenn sie alt genug sind, ihr Leben Jesus Christus übergeben und somit Gottes Kinder werden. Was für eine Freude wird dann im Himmel sein.
Hallelujah.
einfach davon ausgegangen, dass es Gott gibt
Obwohl er Gott nicht sieht glaubt er an ihn.
Zwar kann niemand Gott seh'n; aber er zeigt sich den Menschen in seinen Werken.
Pünktlich geht die Sonne, der Mond, die Sterne auf. Zweimal am Tag gibt's Ebbe und Flut.
Die Sonne geht zum Süden und es wird Winter in Deutschland. Aber keine Angst, sie kommt pünktlich wieder im Sommer.
Da kann man ja direkt 'ne Uhr nach stellen.
Geh mal auf's Dach der Grindel Hochhäuser. Ganz an den Rand dran. Nun mach noch mal einen Schritt.
Innerhalb der nächsten drei Sekunden "weißt" du das es eine Anziehungskraft der Erde gibt. Auch sie siehst du nicht.
Aber bevor du "das" machst, stecke mal eine Nagelfeile in die Steckdose. Spätestens in einer Sekunde weißt du das es Elektrizität gibt, die du auch nicht gesehen hast.
Wenn du ganz, ganz, ganz ehrlich bist mit dir selbst, weißt du das irgendwas fehlt in deinem Leben. Du hast alles was du brauchst, aber es fehlt was. Sagen wir mal so in der Herzgegend. Du weißt das es so ist aber kannst keinen Finger drauf deuten.
Du hast, je nach Alter mehr oder weniger, eine Vergangenheit. Du weißt das du ein Sünder bist. Du weißt was du gemacht hast, mit wem, wie, wo und wann.
Gerne möchtest du es ausradieren aber das kannst du nicht.
Aber Jesus kann es machen (und wird es machen) wenn du dich ganz und gar auf ihn verläßt. (Hebräer 13:8)
Römer 1:20
5:1
8:1
5:8
3:10-12
3:23
6:23
Kurt kennt all diese Stellen. Gott hat sich Kurt offenbahrt. Er hat die Gewißheit (Röm. 5:5) von Gott bekommen, denn Gott hat ihn den Heiligen Geist (kannst du auch nicht sehen) geschenkt.
Frag ihn mal ob das so ist.
Denn Kurt (und ich) leben noch.....sieh dies selber nach .... 2 Korinther 5:5 und 5:7
Freuen dürfen sich ALLE, die mich nicht sehen und mir trotzdem vertrauen.
Joh. 20:29