Krippe, Stall, Hirten?

Gottes Wort und Jesu Leben, das ist eine Geschichte vom Dorf, aus einer längst vergangenen Welt. Doch haben diese Geschichten auch etwas mit uns zu tun?

 

So ein Landei aber auch! „Amar", sagte der Galiläer auf dem Jerusalemer Markt, „amar" wolle er haben. Unverständlich und urkomisch fanden das die Leute: „Was willst du? Etwas zum Reiten (chamãr, Esel), zum Trinken (chamar, Wein), zum Anziehen (‘amar, Wolle) oder zum Opfern (immar, Lamm)?" Die Anekdote aus dem Talmud, dem jüdischen Kommentarwerk zur Bibel, zeigt: Offenbar sprachen die Bewohner des ländlichen Galiläa die Kehllaute im Aramäischen nicht richtig aus. Und Städter aus Jerusalem fanden das zum Totlachen. Auch der Jünger Simon Petrus sprach diesen Dialekt (Matthäus 26,69ff.): „Du bist bestimmt auch einer von denen", sagte die Magd des Hohepriesters nach Jesu Verhaftung – einer von denen aus Galiläa. Sie war wohl ähnlich herablassend wie die Leute vom Markt.

Städter sind gut informiert, bei ihnen kommen neue Moden und technische Entwicklungen schneller an. Ihr Umland wirkt dagegen traditionell, manche sagen: rückständig. Wohl auch deshalb hielten sich Städter schon immer für etwas Besseres. „Was kann aus Nazareth Gutes kommen!", rief Nathanael, als er noch unterm Feigenbaum saß und ihm Philippus von Jesus vorschwärmte (Johannes 1,46). Nathanael war zwar Galiläer. Doch stammte er aus Betsaida, einer Siedlung am See Genezareth, und nicht aus so einem Paar-Hundert-Seelen-Kaff wie Nazareth.

Jesusgeschichten sind Geschichten vom Land. Nazareth war eine Häuseransammlung in der Nähe der prächtigen hellenistischen Stadt Sepphoris, die die Bibel mit keiner Silbe erwähnt. Jesu Vater war einfacher Handwerker. Der Kirchenchronist Hegesipp, der hundert Jahre nach Jesus lebte, berichtet von Enkeln von Jesu Bruder Judas. Als Kleinbauern bewirtschafteten sie 39 Morgen Land. Weil sie sich als Nachfahren des jüdischen Königs David ausgaben, wurden sie gerichtlich angezeigt und vor Kaiser Domitian geführt. Domitian sah ihre Schwielen an den Händen, sie waren arme Leute vom Land. Er verurteilte sie nicht, er verachtete sie bloß.

Jesus war kein Eremit, ihn zog es nicht bloß in die Abgeschiedenheit der Wüste. Er suchte Menschen in ihren Siedlungen auf. Er wohnte beim Fischer Simon Petrus in Kapernaum am See Genezareth und wanderte von dort durch kleine Orte wie Magdala, Chorazim und Betsaida. Insofern sind Geschichten von Jesus tatsächlich Geschichten vom Dorf. Jesus erzählte auch selbst vom ländlichen Leben, das alles andere als idyllisch war. Seine Gleichnisse handeln von Pächtern und ihren verhassten Herren, von Schuldnern und verschlagenen Knechten, von Landwirten, denen ein Teil der Ernte verwelkt und verdorrt, und vom reichen Kornbauern, der frühzeitig stirbt. Wie seine Zeitgenossen glaubte Jesus, ein schreckliches Gottesgericht stehe bevor. Und doch verbreitete er Hoffnung, predigte Gottvertrauen, heilte und stiftete andere zu Menschenliebe an.

Der Evangelist Lukas sieht in Jesus den Heiland der Armen, der Chancenlosen. Er lässt seine Geburt unter den Outlaws der Antike stattfinden, unter Hirten. Es sind schmierige, wenig vertrauenerweckende Gestalten, die sich an der Futterkrippe in Bethlehem einfinden. Die Geschichte von Jesu Geburt ist eine Legende, mit ihr will der Evangelist seinem bürgerlichen Publikum klarmachen: Mit idyllischem Landleben hatte Jesu Botschaft nichts zu tun.

Zu allen Zeiten haben Prediger dies in Erinnerung zu rufen versucht. Franz von Assisi stellte eine Krippe auf, um seinen Zeitgenossen bildlich vor Augen zu führen, wie erbärmlich es bei Jesu Geburt zugegangen sein muss. Heute sammeln die Kirchen zu Weihnachten für Brot für die Welt und Misereor, um an Menschen zu erinnern, denen es ähnlich geht.

Jesusgeschichten spielen nicht auf dem Land, weil es abgeschieden und rückständig ist. Sondern weil dort die Armen lebten, denen Jesus Hoffnung gab. Die Tagelöhner auf den großen Latifundien und die Kleinbauern auf ihren kargen Schollen. Leute, die kein Geld für Bildung übrig hatten. Käme Jesus heute nach Deutschland, hielte er sich vielleicht woanders auf. Vielleicht in Hochhäusern, in denen Fahrstühle zerstört und Haustüren eingetreten sind. Wo Kinder ohne Frühstück zur Schule gehen und Junkies sich unterm Spielgerüst die Spritzen setzen. Er würde einsame Alte besuchen, verwahrloste Kinder heilen und in Kleinkriminellen Menschen mit Potenzial sehen. Und manche der Reichen aus den Villenvororten würden ihn und die, mit denen er Umgang hat, verachten.

Burkhard Weitz

Jürgen
am 26. November 2009 um 18:26
Ja, die meisten Leute die Gott benutzte waren "kleine" Leute.
Gott benutzt nicht diejenigen die vorbereitet sind sondern er bereitet sie selber vor.
Die Engel erschienen vor armseligen Bauern mit der besten Nachricht in der Welt.
Der König aller Könige wurde in einem Viehstall geboren, in einer besetzten Nation.
Jesaja sagt daß da nichts besonderes an ihm war. Nichts was uns hätte anzieh'n können.
Und trotzdem braucht jeder Mensch Jesus aus Nazareth. Es ist schon so wie Phillipus es sagt: "Komm' und seh'".
Wir können zwar ohne Jesus durch's Leben kommen aber nicht in den Himmel.
JEDER Mensch braucht Jesus, weil :
1.
Du hast eine Vergangenheit. Du kannst nicht zurück geh'n und sie verändern, aber Jesus kann es machen
(Hebräer 13:8) Er kann zurück geh'n zu den Plätzen unser Vergehen und Sünden und es ausradieren.
2.
Du brauchst einen Freund ! Jesus kennt dich durch und durch.
Er weiß das Schlimmste von dir aber glaubt das Beste.
Warum? Er sieht dich nicht wie du bist, sondern wie du sein wirst wenn er fertig ist mit dir.
Was für ein Freund.
3.
Er kennt die Zukunft. Wem willst du denn sonst vertrauen ?
In seinen Händen bist du sicher, heute, morgen und in alle Ewigkeit !
Jeremia 29:11-12
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet
Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören.
Hebräer 2:3 .....
Wie sollen wir denn heil davon kommen , wenn wir Gottes große Rettungstat mißachten ???
Stille Nacht, heilige Nacht ......
Christ der Retter ist da.
Christ der Retter ist da.
``````````````````````````````````````
DANKE GOTT !
Jürgen
am 1. Dezember 2009 um 16:59
Der Dezember ist schon wieder da.
Haben wir denn nicht gerade erst Weihnachten gefeiert ?
Junge, jetzt wirds kalt. Am Liebsten drinnen bleiben und einen schönen Rotweingrog genießen. Den durften wir als Kinder immer haben. Natürlich nur einen, und nur zum Fest. Wir waren glücklich daß wir als groß anerkannt wurden.
Einige Blätter hängen noch hartnäckig am Baum. Es ist zu schön draußen, wenn man warm angezogen durchs Laub geht. Ich kann meinen Atem sehen und die Luft scheint irgendwie immer klarer zu sein wenn's kalt ist. Man fühlt sich besonders gut wenn man die saubere Luft einatmet.
Der Weihnachtsdom wird wieder da sein am Heiligengeistfeld. Die Lichterketten leuchten. Der Jubel und Trubel hält nicht auf.
Vielleicht kommt es mir nur so vor, weil man als Kind ja sehr zu beeindrucken ist, aber es war besser. Das Milieu ist nicht mehr dasselbe wie früher. Der Duft ist anders, die Würstchen sind anders. Es ist alles mehr geschäftlich geworden. Na ja, vielleicht ist es immer noch so beeindruckend für die Kinder von heute. Ich hoffe es.
Heute, fünfzig Jahre später, sieht man vieles anders.
Man fragt sich Fragen wie:
1. Wie lange habe ich noch zu leben auf dieser Welt ?
2. Wo komme ich hin wenn ich sterbe ?
3. Was passiert mit meinem Körper - Seele ?
4. Komme ich in den Himmel - Hölle ?
Auf Frage eins habe ich keine Antwort.
Auf Frage zwei, drei und vier gibt es aber eine Antwort.
Wenn ich wissen möchte wie mein Kühlschrank arbeitet schaue ich in die Gebrauchsanweisung und es gibt mir Auskunft.
Wenn mein Nissan nicht startet kann ich die Antwort in dem Buch im Handschuhfach nachlesen.
Wenn ich aber wissen möchte die Antworten zur Frage zwei,drei und vier muß ich woanders nachschlagen. Im Buch des Lebens, der Bibel.
Sie zeigt mir, ohne Zweifel, haargenau was ich zu tun habe um ewiges Leben zu erlangen und was passiert mit mir. Wer dort sein wird wenn ich dort ankomme, und wer nicht dort sein wird.
Dafür brauche ich Gottes Hilfe und Gnade welche er uns gerne gibt im Austausch für unser Vertrauen. Ich werde sehen daß der Himmel voller Ehebrecher, Mörder, Säufer, Perverse, Homosexuelle, Lügner, Diebe, Verbrecher jeglicher Art, und Wucherer ist.
Sie haben alle etwas gemeinsam; sie sind alle im Blut Christi gewaschen worden und können jetzt vor Gottes Urteil bestehen. Jetzt sind sie mit Jesus Christus, dem Herrn, verbunden und haben den Geist Gottes, gleichsam als Anzahlung erhalten und brauchen somit das Strafgericht Gottes nicht mehr zu fürchten. Römer 8:1.
Nun spielt Frage eins keine Rolle mehr. 1 Kor. 6:11, Römer 8:23.
Als Kinder haben wir uns immer auf die Geschenke zu Weihnachten gefreut. Meine Eltern haben immer erst Karpfen gegessen bevor wir beschert wurden.
Heute weiß ich daß das beste Geschenk schon vor langer, langer Zeit ankam.
Falls du nicht in den Himmel kommst hast du noch nicht mal eine Entschuldigung, sagt Gott.
Römer 1:20…. Zwar kann niemand Gott sehen; aber er zeigt sich den Menschen in seinen Werken. Weil er die Welt geschaffen hat, können sie seine ewige Macht und sein göttliches Wesen erkennen, wenn sie sich nicht dafür verschließen. Sie haben also keine Entschuldigung.
Römer 7:24 und 25.... Wir stimmen zwar mit der Vernunft dem Gesetz Gottes zu, aber mit unserem Tun folgen wir dem Gesetz der Sünde. Wir unglückseligen Menschen ! Wer rettet uns aus dieser entsetzlichen Verstrickung ? Wer entreißt uns dem sicheren Tod ?
Gott hat es getan ! Ihm sei Dank durch Jesus Christus, unseren Herrn !
Jetzt hat Weihnachten auf einmal eine Bedeutung und, wenn wir die Lieder singen auch ... Stille Nacht, heilige Nacht...
CHRIST DER RETTER IST DA ! CHRIST DER RETTER IST DA !

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