Was ist Erlösung?
Frei zu sein, innerlich wie äußerlich, das ist eine der großen Hoffnungen der Menschen. Man kann es allein versuchen. Aber das wird manchmal schwierig
Endlich frei sein! Davon träumten die Israeliten, die jahrhundertelang in Knechtschaft in Ägypten gelebt hatten, bis sie dann, vermutlich im 13. Jahrhundert vor Christus, endlich loszogen, um eine neue Heimat zu finden. Dieser Exodus, dieser Auszug, ist für Juden die zentrale Erfahrung in ihrer religiösen Tradition. Und sie spielt auch im Christentum, zum Beispiel in der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung, bis heute eine große Rolle.
Knechtschaft und Sklaverei: Aus diesen Lebenserfahrungen kommt die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Erlösung. Ein Sklave wird von seinem „Löser“ gegen Geld freigekauft. Davon zu unterscheiden ist ein Freikauf, eine „Lösung“ nach dem jüdischen Sakralrecht: Da Gott die Israeliten aus Ägypten dadurch befreit hatte, dass er unter anderem die erstgeborenen Söhne der Ägypter getötet hatte, schulden die Israeliten ihm ein Lösegeld für ihre eigenen Erstgeborenen. Deren Leben gehört nach der Vorstellung der Juden Gott, sie kaufen mit einem Lösegeld ihre Söhne von Gott frei (2. Buch Mose, 13,15).
Für viele Christen hingegen steht der Kreuzestod Jesu als die Erlösungstat im Vordergrund. Weit verbreitet, theologisch aber sehr umstritten ist die theologische Auffassung, dass Gott den Tod seines Sohnes als Sühneopfer für die Sünden der Menschen gefordert hat. Der Tod Jesu sollte Gott demnach Genugtuung verschaffen, die Menschen mit ihm wieder versöhnen. Theologisch fragwürdig ist diese logische Verknüpfung, weil es doch gerade Jesus selbst war, der immer wieder die Liebe und Versöhnungsbereitschaft Gottes und nicht etwa seine Forderung nach Sühne betont hat. Vor allem der Schweizer Theologe Karl Barth hat den Gedanken der Versöhnung betont: die Versöhnung des Menschen mit sich selbst, mit den Mitmenschen und vor allem mit Gott.
Aber immer wieder geht es beim Stichwort Erlösung um die Freiheit. Lähmende Fesseln und innere Blockaden, die Menschen zu schaffen machten, fallen von ihnen ab. Durch eigene Kraft oder durch die Hilfe anderer öffnen sich Fesseln: zum Beispiel bei der Befreiung vom Faschismus oder von der Apartheid. Auch die von den amerikanischen Freikirchen angestoßene Aufhebung der Sklaverei gehört dazu – eine Befreiung nicht nur der Sklaven aus ihrer Lage, sondern auch der Kirchen und der ganzen Gesellschaft von einer Last historischen Ausmaßes.
Und wo kommt da Gott ins Spiel? Nach den Verheißungen der Bibel gilt: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren (der Menschen) Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird sein“ (Offenbarung 21,4). Michael Welker, Heidelberger Theologieprofessor, beschreibt Erlösung als „unverbrüchliche, unbehinderte Gemeinschaft mit Gott“. Es geht nicht um einen allmächtigen Gott, der mit rascher, geübter Hand seine hilflosen Geschöpfe mal eben aus dem Schlamassel zieht. Er begibt sich vielmehr ganz und gar in ihre Lebenslage hinein und ist bei ihnen.
„So wahr es ist, dass Gott selbst in die Hände der Räuber gefallen ist in allen Gestalten der Armut, die sich auf der Welt herumtreiben, so wahr ist – ich behaupte es, und ich verlange es! – dass Gott alle Wunden heilen und die Toten erwecken wird. Ich setze darauf, und ich kümmere mich nicht darum, dass ich die Wette verlieren kann.“ Das ist von Fulbert Steffensky, dem evangelischen Theologen, kühn formuliert. Er weiß aber auch: Nur zu hoffen ist zu wenig. Man muss auch etwas tun.
Vielleicht hat diese Hoffnung auf Befreiung eine gewisse Ähnlichkeit mit der Liebe zweier Menschen. Die Nähe des anderen verändert alles. Sie wundern sich: Der andere scheint mehr in mir zu sehen als ich selbst. Bin ich tatsächlich so liebenswert, so wertvoll, wie seine Blicke, Worte, Berührungen ausdrücken? „Deine Arme halten mehr, als ich bin“, schrieb einmal der österreichische Dichter Ernst Jandl in einem Liebesgedicht. Es ist, religiös gesprochen, eine Nähe, die Veränderungen möglich macht. Diese Veränderungen sind Realität und Hoffnung zugleich, und auf jeden Fall mehr als das, was man selbst „machen“, inszenieren kann.
Eduard Kopp

Kommentare: 5
Man kann es versuchen, ja, aber es ist nicht nur schwierig sondern unmöglich.
Auf dem Grabstein von Dr. Martin Luther King steht:
Free at last, free at last, thank God Almighty, free at last.
Ja, JETZT ist der Doktor WIRKLICH frei !!!
Danke Allmächtiger Gott, denn NUR ER kann es machen.
NUR ER.
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Dann schreiben sie:
Frei zu sein, innerlich wie äußerlich, das ist eine der großen Hoffnungen der Menschen
Hier ist wirkliche Hoffnung:
Teil 1.…..
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem grenzenlosen Erbarmen hat er uns neues Leben geschenkt. Weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, haben wir die HOFFNUNG auf ein neues, ewiges Leben.
Es ist die Hoffnung auf ein ewiges, von keiner Sünde beschmutztes und unzerstörbares Erbe, das Gott im Himmel für euch bereithält. Bis dahin wird euch Gott durch seine Kraft bewahren, weil ihr ihm vertraut. Aber dann, am Ende der Zeit, werdet ihr selbst sehen, wie herrlich das unvergängliche Leben ist, das Gott schon jetzt für euch bereithält.
Darüber freut ihr euch von ganzem Herzen, auch wenn ihr jetzt noch für eine kurze Zeit auf manche Proben gestellt werdet und viel erleiden müsst.
So wird sich euer Glaube bewähren und sich wertvoller und beständiger erweisen als pures Gold, das im Feuer vollkommen gereinigt wurde. Lob, Preis und Ehre werdet ihr dann an dem Tag empfangen, an dem Christus für alle sichtbar kommt.
Ihr habt ihn nie gesehen und liebt ihn doch. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn auch jetzt nicht sehen könnt, und eure Freude ist grenzenlos, denn ihr kennt das Ziel eures Glaubens: die Rettung für alle Ewigkeit.
Schon die Propheten haben nach dieser Rettung gesucht und geforscht, und sie haben vorausgesagt, wie reich Gott euch beschenken würde. In ihnen wirkte bereits der Geist Christi.
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Siehst du, so einfach ist es und doch werden die meisten Menschen das Ziel verfehlen.
Es ist ja nicht, daß sie zielen und es verfehlen, nein, sie zielen mutwillig daneben.
Sie wollen nichts hören von Gottes Gnade und Güte !
Im Gegenteil, sie beleidigen die Zeugen Gottes und verspotten sie.
Immer lassen.
Ich WEISS wo ich hinkommen werde wenn ich sterbe und wer dort auf mich wartet.
GARANTIERT !!! In voll bezahlt. Wie es oben sagt:
Lob, Preis und Ehre werdet ihr dann an dem Tag empfangen,
Wie steht es mit dir ?
Noch ist es nicht zu spät.
>>Es ist eine große Hoffnung der Menschen. Man kann es alleine versuchen. Aber das wird manchmal schwierig.<< So schreibt Eduard Knopp.
Der Dominikanerpfarrer Tetzel hat einmal gesagt:
>>Hoffnung, die wiegt nicht mehr als eine Seifenblase. Ich habe Vollmacht vom "heiligen Vater", euch von allen Sünden zu befreien, wenn ihr nur Ablassbriefe kauft.<<
Inzwischen weiß ja selbst der einfältigste, dass er, wenn er mit diesen Briefen "oben" ankommt, mit leeren Händen dasteht.
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Wer sollte nicht vor dem Ratschluss Gottes zu seiner Erlösung in Dank und Anbetung stehenbleiben und zugleich in Liebe glühen zu dem, der sich für uns dahingegeben hat.
Ihr Brüder in Christo, ich liebe euch. Amen.
1. Johannes -
11) Gott hat aber eindeutig bezeugt, dass wir nur ewiges Leben haben können durch seinen Sohn.
12) Wer also dem Sohn vertraut, der hat das Leben; wer aber dem Sohn nicht vertraut, der hat auch das Leben nicht.
13) Ich weiß, dass ihr den Sohn Gottes habt. Mein Brief sollte euch noch einmal versichern, dass ihr das ewige Leben habt.
DAS IST ERLÖSUNG !!!
Nun wird auch der Satz unseres Herrn zu Maria, der Schwester von Lazarus erklärlich:
>>Habe ich dir nicht gesagt, dass du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst; wenn du nur VERTRAUEN hast.<<
Ergo: Wer mit dem Mund bekennt und mit dem Herzen vertraut, der wird gerettet werden.
Danke Vater, dass du deinen Sohn gesandt hast.
Da wir schon unseren eigenen Einfluss auf Seele und Geist nicht bemerken und nutzen, fällt es uns auch nicht auf, wie sehr wir fremden Einflüssen ausgeliefert sind. Das kann sehr oft sehr zu unserem Nachteil sein,lässt sich aber auch zum Vorteil nutzen. Der Ich-kann-Schule-Satz 2008 weist einen Weg: "Wenn ich mit deinen Talenten BESSER umgehe als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir." - Eine Erläuterung aus der Praxis zu: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"
Wenn ich die suggestive Kraft des Wortes verstanden habe, dann kann ich damit ganz konkret los-sprechen. Ebenso wie absprechen oder zusprechen. Ja, es wirkt bereits mit Zu-denken: Je feiner das Mittel, desto tiefer die Wirkung. Das ist auch ein zentraler Satz der neuen ich-kann-Schule.
Wenn man dem Pharao sagen kann, was die 7 mageren und die 7 fetten Kühe bedeuten - wenn man also sein UNBEWUSSTES wirklich versteht, dann hat man - solange man sie nicht missbraucht - mehr Macht über ihn als er selbst. Die Voraussetzung dafür, dass man das UNBEWUSSTE des anderen versteht, ist, dassman das eigene UNBEWUSSTE verstehen und achten lernt. Dort liegen unsere feinsten Talente und sie tun alles für uns, da das ihr ganzer Lebenssinn ist - wenn wir es ihnen nicht vermasseln. Vermasseln, indem wiruns fremden Lehren (Theorien) hingeben und nicht auf unsere WAHRnehmung achten. Wenn wir aber der WAHRheit die Ehre gebenund sie WAHRnehmen, dann schenkt sie uns das Leben.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe